Das Wochenende 22. und 23. August 2026 stand ganz im Zeichen des 30-jährigen Jubiläums des Luppenauer Förderverein e. V. Was am 6. Juni 1996 als Zusammenschluss engagierter Bürgerinnen und Bürger aus Tragarth, Löpitz und Lössen, aus „altem“ Dorf und „neuer“ Siedlung, begann, entwickelte sich zu einer festen Größe im Dorf. In erster Linie agieren wir dabei „im Heute und Jetzt“ und packen dort an, wo es um unser unmittelbares Lebensumfeld geht. Wir organisieren Veranstaltungen um die Luppenauer zusammenzuhalten. Wir sind dabei, wenn es gilt, das historische und kulturelle Erbe zu pflegen. Wir freuen uns, wenn durch unseren Einsatz Pilger auf ihrem Weg von unserem Dorf und ihrer angenehmen Unterkunft im „Frido“ erzählen.
Hoffentlich wird es nicht so heiß – so hatten wir bei der Planung und Vorbereitung des Festwochenendes gebangt - aber das unbeständige Wetter der voran gegangenen Tage und ein Platzregen genau zum Aufbau des großen Kuchenbuffets am Samstag ließen uns schon ein wenig unruhig werden… Schließlich sollte es ja DAS Heimatfest werden und 30 Jahre Vereinsarbeit mit vielen Besuchern gebührend gefeiert werden.
Die Servicestation der Gemeinde hatte ca. zwei Wochen zuvor zuverlässig für einen gepflegten Rasen und die Errichtung des großen Festzeltes gesorgt. Transport und Aufbau weiterer Zelte, des Tanzbodens, der Biertischgarnituren etc., die Strom- und Wasserversorgung und Dekoration funktionierten reibungslos dank guter Vorplanung und reibungsloser Zusammenarbeit von Verein, Ortschaft, Feuerwehr, ortsansässigen Firmen und Freiwilligen vor Ort. Ein komfortabler Toilettencontainer wurde durch Fa. Abschleppdienst Naumann zur Verfügung gestellt. Viele Luppenauer Familien hatten wunderbar leckere Kuchen gespendet. Der Geburtstagswunsch eines Vereinsmitgliedes, einmal Eisverkäuferin sein zu dürfen, war durch die Ausleihe einer Softeismaschine erfüllt worden, die zur Freude aller wie selbstverständlich jetzt zum Einsatz kam. Alkoholfreie Bowle „mit ganzen Melonen“ rundete das kulinarische Angebot ab. Ausdrücklicher Dank geht an Carolas Partyservice, dessen Speise- und Getränkeangebot an Vielfältigkeit zu wirklich fairen Preisen keine Wünsche offenließ!
Hauptakteur beider Tage war unsere Diskothek ProTechEvents - vielen Anwesenden noch als
DJ „MaMi“ bekannt. Michael und Martin Pomian aus Tragarth zogen quasi am musikalischen Faden äußerst professionell alle anderen Akteure nach sich: Am Samstag sorgten sie für „Kaffeehaus-Klänge“, die Begleitung der Tanzgruppenkinder aus Meuschau, eine lustige Kinderdisco und ab 20 Uhr für den Sommernachtstanz mit stimmungsvollem Lichtarrangement. Hierbei erfüllten sie jeglichen Musikwunsch und unterstützten den grandiosen Auftritt des Meuschauer Männerballetts, des amtierenden aktuellen Landesmeisters.
Die Attraktion am Samstagnachmittag war um 16 Uhr der Auftritt des Gauklers und Jongleurs „Narrateau“ aus Chemnitz, der Kinder und Erwachsene gleichermaßen in seinen Bann zog! Wir sind sicher, dass wir den famosen Geschichtenerzähler wieder einmal zu uns einladen werden.

Der Sonntag startete ab 10 Uhr mit Diskomusik und Kaffee, mit frischen Waffeln und Softeis. Um das Festzelt herum hatten 15 Mitwirkende, darunter viele Dorfkinder, einen kleinen bunten Markt errichtet. Unter dem Motto „Schönes und Gebrauchtes, Kunst & Krempel“ konnte alles bestaunt und erworben werden, was persönliche Kunstfertigkeit und Ideenreichtum, Kinderzimmer, Keller und Böden an Schätzen hergaben. Hervorheben möchte ich dabei die liebevoll dargebotenen Kunstwerke von Marlies Hormann und dem von ihr geleiteten Mal- und Zeichenkurs aus Tragarth. Eine große Vielfalt an Geschenken, Schmuck, Spielfiguren aus dem 3D-Drucker und schönen Dingen überhaupt boten Katja Imhof und Monique Schrahn an. Die Auswahl von Riccarda Zimmermann gab Anregung, die Märkte der Werkstätten der Samariterherberge Horburg auch einmal vor Ort zu besuchen. Der musikalische Höhepunkt war ab 11 Uhr die Blaskapelle Edelweiß aus Zöschen, immer ein Garant für gute Stimmung und Unterhaltung. Dazu ein frisches Bier und als kulinarische Überraschung das Riesen-Eisbein von Carola – was brauchte ein Frühschoppen-Herz mehr?! Wir freuten uns über viele Gäste aus Luppenau und der Region, wir sahen in viele amüsierte und fröhliche Gesichter und das Wetter spielte mit.
Genauso zügig wie der Aufbau verlief am Nachmittag der Rückbau des Festplatzes: Viele Hände – schnelles Ende! Während Carola und André Voigt ihren Imbissstand aufräumten, klang am Getränkewagen der Nachmittag noch ein wenig aus. Wir werden spätestens zum Vereinsfest am 10. Oktober im Schlosssaal hören, welches Fazit unsere Bürger gezogen haben; für uns als Vorstand war es ein gelungenes Fest. Zu ändern und zu verbessern gibt es immer etwas.
Ehrenamtliche Arbeit ist Arbeit, die man nicht tun muss. Kein Gesetz zwingt einen dazu. Niemand bezahlt sie. Oftmals wird sie gar nicht gesehen. Daher danke ich hier allen Aktiven für viele Stunden private Zeit und Energie zum Wohle aller Luppenauer. Ich danke jenen, die im Hintergrund agieren und sich um Fördermittel kümmern, genauso wie denen, die Möbel schleppen und Sachen reparieren. Ich danke allen, die Kuchen backen und diesen spenden. Ich danke auch denen, die ohne viel Wenn und Aber ihre Geldbörse öffnen. Das ist alles nicht selbstverständlich. Großer Dank geht an alte und neue Unterstützer und Offizielle, an die Ortsfeuerwehr und den Jugendclub, an Fa. Abschleppdienst Naumann aus Lössen, an unsere Elektriker Fa. Pomian und Willi Schmidt, an den Ortschaftsrat sowie die Einheitsgemeinde Schkopau; ganz wichtig: ohne die finanzielle Zuwendung aus dem MikroKulturFonds des Landes Sachsen-Anhalt hätten wir das Rahmenprogramm so nicht anbieten können! Danke für das „Sicherungsnetz“ im weitesten Sinne des Wortes! Ein Verein lebt nur vom Engagement vieler Menschen. Unser Bestreben ist, bei all jenen jungen Familien Interesse fürs Mittun zu wecken, für die Luppenau zur Heimat geworden ist. Ein guter Anfang ist gemacht, und tatsächlich liegen dem Vorstand zum gegenwärtigen Zeitpunkt zwei neue Mitgliedsanträge vor!
Im Nachtrag möchte ich auf einen ganz besonderen Sachverhalt hinweisen:
Unsere kleine Kirche in Lössen hatte am 19. August eine niegel-nagel-neue Turmuhr mit Schlagwerk erhalten und das Ganze im historischen Gewand! Einer überaus engagierten Mannschaft unter Federführung von Paul Winkler aus Lössen mit Unterstützung der Brüder Andreas und René Wiedau und Fa. Naumann aus Lössen sowie Peter Zimmermann aus Löpitz war unter dem Schirm der Evangelischen Kirche nach unglaublichen neun Jahren Spendensammeln und dem Überwinden aller möglichen amtlichen und nichtamtlichen Hürden dieses Meisterstück gelungen. Der Luppenauer Förderverein e. V. hatte das Projekt in seiner Anfangsphase bereits mit einer Spende unterstützt. Letztlich konnten doch nicht alle Rechnungen durch das Spendenaufkommen bezahlt werden, und es blieb eine im Verhältnis zu den Gesamtkosten - dass hierbei ehrenamtliche handwerkliche Eigenleistungen, Reinigungs-, Lauf- und Überzeugungsarbeiten nicht mitgezählt sind, versteht sich - „kleine“ Finanzlücke i. H. v. 1.500 €. Der Vorstand des Fördervereins hatte beschlossen, dem Team um Paul Winkler einen Scheck in Höhe von 500 € zu überreichen. Dies taten wir während des Abendprogramms. Gleichzeitig appellierten wir an unsere Gäste zu helfen, die Finanzlücke weiter zu verkleinern. Vom Ergebnis waren wir überwältigt: 635 € sammelten wir am Samstagabend ein. Ein ungenannt bleiben wollender Löpitzer Bürger kündigte an, die verbleibende Restsumme zu übernehmen. Wir danken hiermit ausdrücklich und sehr herzlich für Ihre Spendenbereitschaft!
Dr. Michael Gilluck
Vorsitzender des Vorstands
Fotos: Luppenauer Förderverein/W. Vogel/S. Kraft/H. Gilluck